Ab in den Süden! – Trainingslager auf Fuerteventura

Erschöpft sitze ich gerade im Flugzeug auf dem Weg in die Heimat. Eine hochintensive Trainingswoche mit vielen tollen Erlebnissen liegt hinter mir und das möchte ich gerne mit euch in Wort und Bild teilen.

Los ging es für mich am Freitag mit der Anreise nach Wien zu Tom und Vera, wo ich erstmals meinen neuen Head-Coach Achilles kennenlernen durfte, der mich sehr herzhaft in Empfang nahm. 😉

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Am Samstag war es dann soweit. Zusammen mit Tom und Andreas Nagy stand die Reise ins „Playitas Resort“ am Programm, leider verlief diese nicht ganz problemlos, denn die Räder von meinen Kollegen fanden aufgrund von Platzmangel in der Maschine in Wien nicht den Weg ins Flugzeug. So erhielten Tom und Andi ihre Radkoffer erst einen Tag später und verloren somit wichtige Trainingszeit. Mir blieb dieses Übel zum Glück aber erspart, da ich mich dazu entschlossen habe, das Rad beim Hotel auszuleihen, was sich rückblickend als richtige Entscheidung herausgestellt hat. Es werden Top-Räder zum Verleih angeboten, die den geringeren Aufwand absolut wert sind.

Angekommen im Hotel trafen wir auf unsere restlichen Trainingspartner Daniele Pala und Johannes Günzel, zwei Freunde wie aus dem Bilderbuch, die uns noch jede Menge Spaß bescheren sollten. Mit ihnen absolvierte ich Tags darauf auch meine erste Rennradeinheit dieser Saison. Die Trainingsstätte war optimal, die Temperaturen ideal, der Wind stark, der Körper ausgeruht.
Somit stand einem perfektem Trainingslager nichts mehr im Wege! 💪

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Bike

Der Fokus des Trainingslagers lag, wie könnte es anders sein, beim Radfahren. Wir saßen jeden Tag am Sattel.
Am Anfang der Woche standen Grundlageneinheiten im Vordergrund, die nach längerer Radabstinenz sehr ungewohnt waren. Nach der Einheit am Donnerstag, die mit einigen knackigen Intervallen (in Summe ca. 20km max.) 85km lang über mehrere Berge führte, wollten meine Beine dann nicht mehr so wirklich. Nach einem ausgiebigen Abendessen und viel Schlaf fühlte ich mich am nächsten Tag aber schon deutlich besser.
Wir fuhren durch viele schöne Küstenorte, wo auch der eine oder andere Stopp zum Kaffeetrinken nicht fehlen durfte. Die Post-Radeinheit-Pizza in Gran Tarajal war wohl das Highlight aus kulinarischer Sicht.

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Während es am ersten Tag noch ein lockeres Einfahren war, steigerten wir im Laufe der Woche die Länge und Intensität der Einheiten, womit wir im Endeffekt auf 17h, 360km, 4000hm und viel, viel Wind kamen – ein sehr guter Einstieg in die noch junge Saison. Dass dies durchwegs defekt- und unfallfrei ablief, ist auch der perfekt harmonierenden Gruppe zu verdanken.

Auch das Fotografieren kam nicht zu kurz und Tom machte ein paar tolle Schnappschüsse von uns am Rad:

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Run

Wer denkt, dass wir in dieser Woche nur am Rad aktiv waren, hat sich geirrt. Zeitmäßig fiel das Laufen mit 7h zwar nicht besonders ins Gewicht, die Intensität war allerdings sehr hoch. Es standen nicht weniger als 3 Tempo/Intervalleinheiten + 2 lockere Läufe abseits der Straßen am Trainingsplan.
Die Einheiten waren zwar sehr hart, jedoch konnte ich sie allesamt wie geplant durchziehen und mich trotzdem relativ schnell davon erholen.

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Ich bin schon sehr zufrieden mit meiner derzeitigen Laufform, obwohl noch Potenzial nach oben da wäre.
Wenn ich an Motivation denke, werde ich ab jetzt immer den Namen „Johannes Günzer“ damit verbinden. Egal wie hart der Tag war, ob der Lauf optional ist oder nicht, er gibt alles und noch viel mehr! 😀 Hab so etwas noch nie erlebt, dass einer so viel Kraft und Motivation hat – den haut so schnell nix um, das sag ich euch!

Natürlich fanden wir auch Zeit und ein paar atemberaubend schöne Schauplätze um tolle Fotos zu machen:

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Swim

Täglich von 18:00 bis 19:00 stand uns eine reservierte Schwimmbahn zur Verfügung, die jeder für sich selbst nutzen konnte. Wie lang und intensiv lag in unseren eigenen Händen, da jeder das Training der restlichen Tages anders wegsteckte. Am Anfang der Woche waren Intervalle für mich kein Problem, je länger das Trainingslager aber andauerte, desto mehr musste ich raus nehmen und eher Technik und Ausdauer anstatt Geschwindigkeit trainieren.
6x hintereinander schwimmen sollte jedoch trotzdem einen Fortschritt bedeuten.

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Stabi & Kraft

Da das „Playitas Resort“ viele tolle Plätze zum Stabitraining bietet, quälten wir (zumindest für mich, dem Morgenmuffel, war es eine Qual) uns manchmal schon sehr früh aus dem Bett, um einen kurzen Aktivierungslauf mit anschließendem Stabiprogramm zu absolvieren.
Das hauseigene Fitnessstudio diente uns noch dazu, die letzten Körner Kraft aus uns herauszuholen, wobei dies am letzten Tag schon deutlich schmerzhafter war, als am dritten.

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Bilanz

Zusammengerechnet sind wir in dieser Woche auf ca. 35h Training gekommen, was fast dem Pensum von drei normalen Trainingswochen entspricht und uns allen einen großen Vorteil in der Vorbereitungsphase auf die ersten Wettkämpfe bringt. Sollte man auf die Idee kommen, ein Trainingslager im Frühjahr zu planen, kann ich nur Las Playitas in Fuerteventura empfehlen. Perfekter könnten die Bedingungen für Triathleten nicht sein.

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Obwohl wir nur wenig Zeit abseits des Trainings hatten, kam der gesellschaftliche Aspekt nicht zu kurz. Es hat gemeinsam in der Gruppe extrem viel Spaß gemacht. Ob beim Essen oder beim Training, die Laune war immer bestens, es wurde viel miteinander geredet und geblödelt. Es ist einfach schön, wenn die Gruppe harmoniert und sich gegenseitig unterstützt. Daher möchte ich mich von Herzen bei Tom, Andi, Dani & Johannes bedanken, die diese Woche unvergesslich gemacht haben. Ich hoffe, dass es nicht das letzte Mal bleibt und es vielleicht nächstes Jahr schon wieder soweit sein könnte, dass es heißt: „Voll die schöne Technik, ey – Du müsch‘ eigentlich viel schnella sein!“ 😀

Grüße aus dem Flieger

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Einen ausführlichen Bericht aus der Sicht von Tom findet ihr hier.

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